Aggrelin

Aggrelin 4

Es war wieder so weit, Aggrelin öffnete zum vierten Mal seine Tore und lies ein wahres MMA-Gewitter auf die schöne bayrische Landeshauptstadt los. Austragungsort der elf Kämpfe war wie auch schon im April des Jahres die Theaterfabrik im Münchner Osten, direkt am Ostbahnhof gelegen.

Nachdem der Vorverkauf schon sehr gut lief, war auch die Abendkasse abends bis an die Grenzen ausgelastet mit Ticketnachfragen. Stück für Stück füllte sich der Veranstaltungsraum ab 17 Uhr, bis schließlich gegen 19 Uhr die Halle fast aus allen Nähten platzte. Kurz nach 19 Uhr war es dann soweit, der Ringsprecher übernahm das Mikrofon, begrüßte die Gäste und sagte den ersten Kampf des Abends an.

1. Sebastian Ulizka vs. Ramon Schneider

Beide Kontrahenten schenkten sich nichts und gaben von Beginn an Vollgas. Ulizka übernahm dabei recht zügig das Heft des Handelns und bearbeitete seinen Gegner sowohl im Stand als auch auf dem Boden. Kurz vor Ende der ersten Runde sicherte er sich die Back Mount und konnte seinen Gegner nach 4.14min per RNC besiegen.

2. Jaroslav Altergott vs. Phillip Konatarovic

Auch der zweite Kampf des Abends legte einen Start nach Maß hin. Beide Kämpfer tauschten Schläge im Stand aus, bis Altergott den Kampf auf den Boden brachte, aus der Mount den Kimura ansetzte, sich in die Guard fallen ließ und den Schulterhebel durchzog. Konatarovic blieb nach 2.37min der ersten Runde keine andere Möglichkeit als abzuklopfen.

3. Djambulat Kulbuschev vs. Leonard Steman

Ebenfalls weniger als drei Minuten standen sich Kulbuschev und Steman gegenüber. Kulbuschev vom Team Lensis Stuttgart konnte den Fight Gym Nürnberg-Kämpfer Steman zügig auf die Matte bringen, ließ dort jedoch zu, dass Steman einen Triangle-Einstieg vorbereiten konnte. Als Kulbuschev die Gefahr bemerkte war es zu spät und er musste nach 2.04min in der ersten Runde tappen.

4. Mohammed Dzambekov vs. Ivan Polinski

Vierter Kampf – vierter Erstrundensieg. Polinski, der für das Gym Kampfkunst Leuthkirch in den Ring stieg, konnte sich innerhalb der ersten zwei Minuten die Back Mount sichern und seinen Gegner dort nach 2.26min in der ersten Runden submitten.

5. Philippe Best vs. Garcia Chambe

Nach einem kurzen Abtasten der beiden Kontrahenten übernahm Chambe die Kontrolle über den Kampf und konnte Best vom Team Impact München im Stand und auf dem Boden gut zusetzen. Auch nachdem der Kampf auf den Boden verlagert wurde war es Chambe, der Akzente setzte. Best konnte zwar gut dagegen halten, verpasste es jedoch eine Sekunde seinen Arm zu sichern, was Chambe sofort ausnutzte und einen Armbar anzog. 13 Sekunden vor Ende der ersten Runde Chambe seinen Gegner letztlich zum Tap Out bringen.

6. Andreas Schewkun vs. Peter Treichl

Der sechste Kampf des Abends sollte der erste – und einzige! - sein, der über die volle Distanz ging. Dabei dominierte der A-Klasse Muay Thai-Kämpfer Peter Treichl vom Kaiser Gym Tirol seinen Gegner aus Landshut in jeglicher Hinsicht. Schwere Hände, Knieattacken und vor allem Low Kicks zogen dem Sambo-Kämpfer Schewkun schon früh im Kampf den Zahn. Zu bewundern ist jedoch der Durchhaltewillen Schewkuns, der sich trotz massiver Low Kicks und sichtbar gezeichnet seinem Gegner immer aufs neue stellte und der Kampf somit an die Punktrichter ging. Dort wurde Treichl aber zum Sieger erklärt.

6 Kämpfe – 5 Erstrundensubmissions – eine Punkteentscheidung war also die Bilanz des ersten Teils von Aggrelin 4. Nach einer halbstündigen Pause startete der zweite Teil der Veranstaltung mit einer Boxvorführung, in der zwei junge Talente ihre herausragenden Fähigkeiten im Faustkampf zur Schau stellten.

7. Kristian Ozimek vs. Janosch Dobias

Dieser Kampf zwischen Ozimek vom Sanefighting München und Janosch Dobias von Yokaga Kriens war der einzige, der durch Schlagwirkung entschieden wurde. Nach einer ersten Runde, die Ozimek für sich entscheiden konnte, setzte er zu Beginn der zweiten Runde sofort nach und deckte Dobias nach einem Takedown mit GnP ein. Nach Verbal Tap Out beendete der Ringrichter den Kampf nach 45 Sekunden in der zweiten Runde. TKO-Sieger: Kristian Ozimek.

8. Georg Reichert vs. Igor Stübing

Im Duell der absoluten Schwergewichte – beide Kämpfer brachten mehr als 120kg in den Käfig – standen sich Reichert vom Team Impact München und Igor Stübing vom Team Lensis Stuttgart gegenüber. Beide Kämpfer tauschten von Beginn an schwere Schwinger aus, ohne den Gegner jedoch ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Dabei konnte Reichert die erste Runde für sich entscheiden, hatte sich anscheinend aber so verausgabt, dass er in der zweiten Runde seinem Gegner nichts mehr entgegensetzen konnte und nach 52 Sekunden völlig erschöpft aufgeben musste.

9. Markus Grosse vs. Christian Bauer

Ganze 38 Sekunden dauerte der Kampf zwischen Markus Grosse und Christian Bauer. Grosse stürmte wie ein Stier auf Bauer zu, deckte ihn mit Schlägen und Tritten ein, brachte ihn auf den Boden und sicherte sich sofort ein Head-Arm-Triangle-Setup. Bauer hatte keine Gelegenheit mehr sich zu verteidigen und musste nach etwas mehr als eine halben Minute abklopfen.

10. Christoph Hector vs. Patrick Simon

Im Kampf zwischen Hector und Simon, der eigentlich in Baumholder hätten statt finden sollen, ging der Muay Thai-Kämpfer Hector zur Überraschung vieler direkt in den Clinch mit Patrick Simon. Nach einem kurzen Schlagabtausch gings auf den Boden, wo Simon seine Grapplingfähigkeiten zum Einsatz bringen konnte. Zwar konnte sich Hector anfangs noch befreien und den Kampf wieder in den Stand verlagern, nach einem weiteren Takedown konnte er sich aber nicht mehr befreien, Simon sicherte sich die Back Mount und brachte seinen Gegner per RNC zum abklopfen.

11. Ruben Wolf vs. Calvin Lyons

Im letzten Kampf des Abends standen sich Ruben Wolf und Calvin Lyons gegenüber. In einem ausgeglichenen Kampf konnte sich keiner der beiden klare Vorteile erarbeiten. Nachdem die ersten beiden Runden mehr als ausgeglichen gestaltet wurden, konnte sich Wolf leichte Vorteile in der dritten Runde erarbeiten. Sichtlich erschöpft wollte er die Entscheidung nicht in die Hände der Punktrichter geben und nutzte eine der wenigen Gelegenheiten, die sich ihm bot, 44 Sekunden vor Ende des Kampfes, um Calvin Lyons per RNC zum Abklopfen zu bringen.