Aggrelin

Aggrelin 10

Die Jubiläumsveranstaltung ist Geschichte! Aggrelin hat auch seinen zehnten Event gemeistert und das Münchner Publikum im Backstage begeistert.

Auch wenn der Mainevent nach der dritten und letzten Absage endgültig gestrichen werden musste. Hier sei gesagt, dass Erhan Kartal die enttäuschende Absage des Kampfes sportlich nahm. Denn seine Gegner hatten diesmal tatsächlich nachweislich Pech und dass ein Mann wie Mario Wittmann, oder der Münchner Michael Haupert, so einen Kampf aus Furcht absagen, kann man sich nicht vorstellen. Den oben genannten, wie auch dem zuerst gesetzten Jaroslav Altergott sei hier gute Besserung gesagt!

Nun aber zu den Kämpfen!

Zunächst fanden zwei Amateurkämpfe statt. Den ersten konnte Florian Aberger für sich entscheiden, indem er Elmar Shams in der zweiten Runde in einem Triangle Choke zum Aufgeben brachte. Im  Zweiten trennten sich die Linzerin Sanja Samardzic im ersten umjubelten Frauen-MMA Kampf der Aggrelin-Geschichte und die Münchnerin Steffi Homolka unentscheiden.

Im ersten Profikampf konnte der junge Deutsche Christian Lochner, der für das Salzburger MMA Team startet, was immer wieder für Verwirrungen sorgt, den stark austrainierten Braunschweiger Boxer Viktor Kessler ebenso nach Punkten besiegen. Dabei spielten vor allem seine gelungenen Takedowns eine entscheidende Rolle, denen sein Gegner nichts entgegenzusetzen hatte.

Im Duell der Österreicher konnte der inzwischen über 40-jährige Valid Abdurachmanov zeigen, dass Alter kein Kriterium sein muss und zeigte gegen Daniel Stampfl einen technisch starken Kampf, der ihm schließlich den Punktsieg brachte.

Zwei hoffnungsvolle Newcomer trafen mit Mustafa Yilmaz und Ruslan Malsam aus Ingolstadt aufeinander. Der Ingolstädter hatte natürlich die größere Anhängerschaft dabei und startete gut in den Kampf, doch der Osnabrücker Yilmaz zeigte seine Klasse und konnte sich aus der Guard eine Armbar sichern und den Kampf so in der ersten Runde beenden.

Anschließend fand eine weitere Neuerung von Aggrelin statt, das “Bavarian Boxing” Duell zwischen Memo Balik und dem Münchner Arif Koyuncu. Nicht zuletzt wegen der Qualität und teils spektakulärer Aktionen der beiden Sportler wurde dieses Ereignis zu einem Highlight des Abends, bei dem beide durch Boxaktionen, Kicks und Würfe zu überzeugen wussten. Sobald ein Kämpfer Bodenkontakt hatte, wurde der Gegner jedoch wieder in den Stand versetzt. Arif konnte die klareren Treffer und mehr Kontrolle vorweisen und wurde so zum Punktsieger erklärt.

Andrius Liudvinavicius wollte es anschließend seinem Teamkollegen Yilmaz gleich tun und gegen den Österreicher Johannes Heigl eine Siegesserie aufbauen, nachdem er die letzten Kämpfe abwechselnd gewann und verlor. Doch auch diesmal sollte es nach starkem Beginn nicht reichen. Heigl wollte eine erneute Niederlage nach bisher 2 verlorenen Duellen unbedingt vermeiden und kämpfte sich verbissen aus schweren Situationen zurück. Dann konnte er plötzlich in der zweiten Runde für viele überraschend aus der Guard einen Kimura Griff ansetzen, den auch sein Gegner zunächst nicht ernst zu nehmen schien, schließlich jedoch abklopfen musste.

Im Schwergewicht durfte sich der Dachauer Benjamin Augustyniak mit internationaler Konkurrenz messen, nachdem er zuletzt in seinen beiden ersten Profikämpfen bereits Submission-Niederlagen hinnehmen musste. Aus Frankreich reiste Rachid Metlouti an, der in München kein Unbekannter war und auch in diesem Kampf zu überzeugen wusste. Aber auch Augustyniak zeigte sein technisches Vermögen, verlor leider schnell seine Kondition und musste aus der Unterlagen schließlich in der zweiten Runde aufgeben.

Im Co-Mainevent war endlich der Münchner Nachwuchsstar “Momo” Mohamed Trabelsi am Zug, der ebenfalls einen starken Franzosen als Gegner hatte. Florian Rosseau kam zwar mit zwei Niederlagen in Folge in diesen Kampf, jedoch sind seine Gegner in höheren europäischen Ligen einzuordnen. Am Anfang versuchte Rosseau dem Kampf im Stand seinen Stempel aufzudrücken, Momo hielt sich für seine 19 Jahre sehr routiniert zurück und studierte seinen Gegner. Plötzlich explodierte er aber mit einer rechten Geraden, die Rosseau zu Boden schickte und bevor Momo noch richtig nachgehen und ihn weiter bearbeiten konnte ging der Ringrichter dazwischen. Die ausbleibenden Proteste der französischen Ecke bewiesen die richtige Entscheidung des Schiris und ließen den sprachlosen Momo als Sieger zurück!

Im Hauptkampf konnte der von UFC Kämpfer Peter Sobotta betreute Liechtensteiner Valdrin Istrefi gegen den Österreichischen Hulk Stefan Traunmüller nach einem harten Stück Arbeit einen Punktsieg herausarbeiten. Der Kampf spielte sich hauptsächlich im Clinch am Käfig ab, wo beide Kontrahenten sich mit harten Uppercuts und Hacken bearbeiteten. Traunmüller war am Ende deutlich gezeichnet und musste ärztlich versorgt werden!